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Straßenlaternen als Ladesäulen: eine innovative Idee der Shell-Tochter Ubitricity
02.12.2021

Straßenlaternen als Ladesäulen: eine innovative Idee der Shell-Tochter Ubitricity

Die Zahl der öffentlichen Ladesäulen wächst in Deutschland stetig und dennoch stellt das Laden für viele Besitzer*innen von Elektrofahrzeugen noch immer eine Hürde dar. Das Berliner Start-up Ubitricity bietet einen neuen Ansatz. Die Shell-Tochter betreibt in Großbritannien mit ca. 2700 Ladepunkten inzwischen bereits das größte öffentliche Ladenetz. Das besondere daran: sie integrieren ihre Ladepunkte vorwiegend in bereits bestehende Infrastrukturen, so wie Straßenlaternen oder Poller. Für den deutschen Markt hat das Start-up nun einen erweiterten Plan. Die Lösung heißt „Heinz“ und ermöglicht das Laden mit einem Typ-2-Stecker an einem Laternenmast. Den Bewohner*innen der Stadt werde somit ein komfortables Laden ermöglicht, welches zugleich sehr netzverträglich sei. Zudem betont Ubitricity, dass eine Installation unkompliziert und schnell umsetzbar sei. Auch die Betriebskosten sollen niedrig sein und ein Umzug der Infrastruktur an einen anderen Ort gestalte sich ebenfalls verhältnismäßig unproblematisch.

Wo ist der Haken?

So alltagstauglich und unkompliziert die Pläne von Ubitricity scheinen, einen kleinen Haken gibt es doch: Schnellladen ist mit dieser Lösung nicht möglich. Wer sein Fahrzeug vollladen möchte, muss es mindestens eine Nacht am Ladepunkt stehen lassen, da die Laternen-Lösung eine maximale Leistung von 4,6 Kilowatt bietet. Shell betont, dass an dieser Stelle das sogenannte „Nebenbei-Laden“ im Fokus stünde, was sowohl das Stromnetz als auch die Batterie schone. Zudem falle kein hoher Materialverbrauch an und die Bauweise der Systeme sei kompakt und lasse sich gut in die Infrastruktur der Stadt integrieren.

Nutzerfreundlich und unkompliziert

Die Ladesäule „Heinz“ ist eine kostengünstige Lösung, die mit Rund-um-die-Uhr Service verbunden ist und den Bürger*innen Zugangs-, Tarif- und Ladepunkt-Management ermöglicht. Außerdem bietet Ubitricity den Nutzer*innen mit der neuen Variante viele Abrechnungsmodelle, wie die Zahlung per App, RFID-Karte oder Plug-and-Charge an. Bei letzterer Variante wird direkt über das Autosystem abgerechnet. Auch Laden ohne Vertragsbindung soll möglich sein: Ein QR-Code am Laternenmast soll bequeme Online-Bezahlmöglichkeiten ermöglichen. Laternenladepunkt „Heinz“ schließt somit eine Lücke im öffentlichen Ladenetz, da es den Bürger*innen unter anderem eine Möglichkeit bietet, ihre Fahrzeuge im Alltag in der Nähe ihrer Wohnung zu laden. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass sich möglichst viele Städte finden, die „Heinz“ in ihre städtische Infrastruktur integrieren.


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Quelle: t3n, Raimund Schesswendter, 18.10.2021
Bild: Ubitricity