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Bundeskabinett beschließt Verordnung zur Zulassung von E-Tretrollern
24.05.2019

Bundeskabinett beschließt Verordnung zur Zulassung von E-Tretrollern

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung zur Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor in Deutschland beschlossen. Diese soll laut Regierungssprecher Steffen Seibert am 15. Juni 2019 in Kraft treten. Der Bundesrat hatte noch Änderungswünsche an den Sicherheitsregeln zu den ursprünglichen Plänen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Dieser sieht in den E-Tretrollern ein großes Potenzial für umweltfreundliche Mobilität. Die E-Roller sollen insbesondere für kurze Alltagsstrecken, wie z.B. von der Bushaltestelle ins Büro, ein praktisches Angebot sein. Viele Anbieter von Leihrollern sind mittlerweile bereit zum Start. Da sich die E-Roller in der Regel auch zusammenklappen lassen und kleiner und leichter sind als Fahrräder, sollen sie auch in ICEs und Intercitys nach Bahnangaben kostenlos mitgenommen werden dürfen, wenn sie kompakt zugeklappt und unter dem Sitz sind.

Dies sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor:

Welche Roller fallen unter diese neue Regelung?

Konkret geht es um "Elektrokleinstfahrzeuge", die zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell sind und eine Lenk- oder Haltestange besitzen. Die Fahrzeugabmessungen sind festgelegt auf maximal 70 Zentimeter Breite, 1,40 Meter Höhe und zwei Meter Länge. Das Maximalgewicht ohne Fahrer liegt bei 55 Kilogramm.

Wo dürfen sie fahren?

E-Scooter dürfen zum Schutz der Fußgänger nicht auf Gehwegen fahren, auch, wenn es sich um langsamere Modelle handelt. Ursprünglich hatte Scheuers Entwurf Gehwege für langsame E-Scooter bis zu 12 Kilometer pro Stunde freigegeben. Diese Änderung wird nun durch die Bundesregierung umgesetzt. So sollen E-Scooter laut Verordnung auf Radwegen oder Radfahrstreifen fahren. Nur wenn diese fehlen, darf die Fahrbahn genutzt werden.

Welche Personen dürfen einen E-Scooter benutzen?

Die Änderung der Länderkammer sieht vor, dass Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein müssen, auch wenn sie langsamere E-Scooter fahren. Ursprünglich waren im Entwurf auch Jugendliche ab 12 Jahren als mögliche Fahrer von langsamen E-Rollern bis zu 12 km/h vorgesehen. Eine Mofa-Prüfbescheinigung oder eine Helmpflicht ist nicht vorgesehen. Eine Haftpflichtversicherung samt Versicherungsaufkleber mit Anti-Fälschungs-Hologramm ist hinten am Fahrzeug vorgeschrieben. Wenn die Geräte zusammengeklappt sind, dürfen sie auch in Bussen und Bahnen mittransportiert werden.

Welche Anforderungen müssen die Roller unbedingt erfüllen?

Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen sowie eine Beleuchtung, die auch abnehmbar sein kann, sind zwingend vorgeschrieben. Ebenfalls Pflicht sind seitliche Reflektoren und mindestens eine "helltönende Glocke". Steuer-Elemente für den Motor wie Drehgriffe oder Knöpfe müssen innerhalb einer Sekunde automatisch in Nullstellung zurückspringen, wenn man sie loslässt. Die Standflächen sollten rutschfest sein. Anhänger sind nicht erlaubt.

Welche Regeln gelten darüber hinaus?

E-Kleinstfahrzeuge müssen einzeln hintereinander fahren. Es ist nicht erlaubt, dass die Fahrer sich an andere Fahrzeuge anhängen oder freihändig fahren. Auf mehrspurigen Fahrbahnen sollte möglichst weit rechts gefahren werden. Auf Radwegen müssen schnellere Radler "ohne Behinderung" vorbeigelassen werden, wenn sie überholen möchten. Generell werden sie nicht geparkt, sondern abgestellt wie Fahrräder.

Welche Erfahrungen gibt es aus anderen Ländern?

In den USA sind E-Scooter schon länger gängig, genauso wie in mehreren europäischen Ländern. Firmen wie Bird, Lime oder Spin bieten die Tretroller zum Leihen an, was auch schon für Ärger gesorgt hat. 2018 hatten die Anbieter Tausende Kickscooter in San Francisco verteilt - über Nacht und ohne Erlaubnis der Behörden. Die Scooter-Welle schwappte in weitere US-Städte, schließlich waren die Roller überall präsent, verstellten Eingänge und Gehwege, und wurden so zu gefährlichen Stolperfallen und Ursache für Zusammenstöße.

Was kostet ein E-Scooter?

Weil die Elektro-Tretroller in vielen anderen Ländern bereits zugelassen sind, gibt es schon verschiedene Anbieter auf dem Markt. Die günstigsten Modelle starten bei knapp 300 Euro, nach oben hin ist eine Menge Spielraum. BMW hat bereits im Februar den X2City gelauncht, den der Autohersteller in Kooperation mit Kettler entwickelt hat, der Preis liegt bei 2400 Euro. Die Reichweite der unterschiedlichen Modelle liegt meist zwischen 15 und 30 Kilometern.

Mit Battery-Kutters Beteiligung am E-Roller-Unternehmen Floatility sehen wir diesem Schritt der Zulassung von Elektro-Scootern im deutschen Straßenverkehr sehr positiv entgegen. Der E-Floater von Floatility ist mit einem Akku von Battery-Kutter ausgerüstet und soll nach dem Prinzip des Car-Sharings eine zeitgemäße und umweltfreundliche Lösung für kurze Wege im Stadtverkehr bieten. Die E-Roller können an mobile Solarladestationen, die bei Bedarf bewegt werden können, zurückgegeben und gedockt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Nutzer den E-Roller per App orten, losfahren und einfach am Zielort wieder abstellen. Dank der ausgeklügelten Software weiß Floatility immer, wo sich die e-floater befinden und wie der Ladestand der Batterien ist. Nach dem Test in Singapur steht die Marktreife durch ein System in Deutschland demnächst bevor.

 

Quelle: sueddeutsche.de, Christina Müller, 03.04.2019, sueddeutsche.de, 22.05.2019     

Foto: Floatility