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Über die Hälfte der in der EU produzierten Batterien werden nicht recycelt
01.02.2019

Über die Hälfte der in der EU produzierten Batterien werden nicht recycelt

Obwohl es einem heutzutage sehr einfach gemacht wird, Batterien zu recyceln, macht leider immer noch nicht jeder davon Gebrauch. Dabei ist es so simpel, die Batterie-Sammelbox im Supermarkt um die Ecke aufzusuchen.

Über die Hälfte der in der EU produzierten Batterien werden nicht recycelt. Mehr als 200.000 Tonnen Geräte-Batterien werden jährlich in der Europäischen Gemeinschaft auf den Markt gebracht – knapp die Hälfte wird jedoch nur gesammelt und wiederverwertet.

Im Auftrag der EU-Kommission haben Forscher vom Öko-Institut e.V. jetzt Details zum europaweiten Recycling veröffentlicht. 35.000 Tonnen Batterien verschwinden in der EU jedes Jahr im Hausmüll. Obwohl in Deutschland bereits vor 20 Jahren Sammelboxen und Giftmobile eingerichtet wurden, die das Entsorgen von Batterien sehr einfach machen, ist das Recyclingverhalten der Deutschen beim Thema Batterien nicht überdurchschnittlich. Viele Batterien werden auch einfach zusammen mit alten Geräten, wie elektrischen Zahnbürsten, Föhnen oder Handys, weggeschmissen. Die Hotline für Abfallwirtschaft weist darauf hin, dass man problemlos Mitarbeiter eines Recyclinghofs ansprechen kann, sollte sich eine Batterie nicht so einfach aus einem Gerät lösen. Auch Glückwunschkarten enthalten Batterien, die separat entsorgt werden müssen.

Neben dem Hausmüll und Batterien in Elektrogeräten ist das dritte schwarze Loch für Batterien laut Forschungsergebnis der Export alter Smartphones oder Laptops. Wenn diese Geräte beispielsweise nach Afrika exportiert werden, findet keine Wiederverwertung und Rohstoffnutzung in Deutschland statt.

Der größte Teil der knapp 50.000 Gerätebatterien, die pro Jahr in Deutschland verkauft werden, besteht aus Metallen, welche komplett recycelt werden können. Nur noch ein Bruchteil enthält Schadstoffanteile von Blei, Cadmium oder Quecksilber und darf somit nicht im Hausmüll entsorgt werden - was für alle anderen Batterien allerdings genauso gilt. Die meisten handelsüblichen Batterien enthalten Zink, ein Stoff, der beim Schmelzprozess in Form von Zinkstaub zurückgewonnen werden kann und zu Zinkkonzentrat weiterverarbeitet wird. Zinkkonzentrat wird z.B. für Dachrinnen und Beschichtungen verwendet, aber auch für Zinksalbe, Zinktabletten oder Sonnencreme. Was wahrscheinlich niemand ahnt: in 100 ml Sonnencreme stecken fünf alte Batterien.

Bei der Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien („Li“ für Lithium) muss man äußerst vorsichtig sein: die Batterien können sich selbstständig entzünden. Vor dem Recycling sollte man daher die Pole abkleben und sie vorsichtig der Sammelstelle auf dem Wertstoffhof übergeben. Nur so ist gewährleistet, dass sie kurzschlusssicher transportiert werden. An der Wertstoffsammelstelle werden auch beschädigte größere Batterien entgegengenommen und fachgerecht weiter transportiert und entsorgt. Lithium-Ionen-Batterien von Pedelecs oder Elektroautos haben bisher noch keinen eigenen Recycling-Kreislauf. Auch hier gibt man derartige Akkus am besten an den Wertstoffhof bzw. der dortigen Problemannahmestelle ab. Da es noch wenig Altbatterien aus Elektrofahrzeugen gibt, werden i.d.R. hauptsächlich Lithium-Ionen-Akkus kleiner Elektrogeräte verarbeitet.

Um dem Entsorgungs-Dilemma zu entgehen, wäre es insbesondere für mobile Geräte sehr sinnvoll, mehr Akkus zu verwenden, also wiederaufladbare Batterien.

Quelle: br.de, Tanja Fieber, Moritz Pompl, 01.02.2019 und grs-batterien.de, zvei.org