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Der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt ins Rollen: diese Tankstellenbetreiber steigen nun ins Ladesäulengeschäft ein
07.02.2022

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt ins Rollen: diese Tankstellenbetreiber steigen nun ins Ladesäulengeschäft ein

Am ersten Dezember 2021 wurden von der Bundesnetzagentur erstmals über 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektroautos in Deutschland gemeldet. Das waren ca 11.600 Ladepunkte mehr als noch im Vorjahresmonat. Auch wenn die Infrastruktur der Ladepunkte leider noch immer in keinem Verhältnis zu den auf den deutschen Straßen zugelassenen Elektroautos steht, zeigen die Zahlen, dass der Ausbau endlich ins Rollen kommt.

Bisher zählten Unternehmen wie EnBW, Allego oder EWE Go zu den größten Playern im Ladesäulengeschäft, während die Betreiber großer Tankstellen keine großen Investitionen getätigt haben. TotalEnergies betreibt nur an 14 seiner 1200 Tankstellen Ultraschnellladesäulen und bei Shell sieht es ganz ähnlich aus: von den 2000 Tankstellen gibt es nur an 110 Standorten Ladesäulen. Landesweit betreiben die Konzerne zwar noch weitere Ladepunkte außerhalb der Tankstellen, doch auch diese Zahl ist bisher verhältnismäßig klein. Der Mineralölkonzern BP, der in Deutschland 2400 Aral-Tankstellen betreut, besitzt landesweit 540 Ladepunkte, TotalEnergies verfügt über ca. 3000 Ladepunkte. Doch nun scheint ein Wandel stattzufinden, denn nicht nur TotalEnergies, auch Shell und BP erkennen das ökonomische Potenzial und steigen nun verstärkt ins Geschäft ein. Neben unternehmerischen Aspekten, ist man sich einig, dass der Ladevorgang im öffentlichen Raum unkomplizierter und schneller vollzogen werden müsse. Gerade Tankstellen mit Ultraschnellladesäulen wären wichtig, denn der Ladevorgang muss so schnell und unkompliziert wie das Tanken sein, erklärt ein BP-Sprecher. Im Dezember 2021 hat BP an den Schnellladesäulen nach eigenen Angaben 24-mal so viele Kilowattstunden verkauft, wie im Januar, „obwohl das Netz „nur“ um den Faktor fünf gewachsen ist“, so der BP Sprecher. Zudem müsse sich die Infrastruktur insbesondere an Verkehrsknotenpunkten und Raststätten deutlich verbessern.

Wo liegt die Zukunft des Ladens?

Obwohl die oben genannten Tankstellenbetreiber die Ladepunkte an ihren Tankstellen ausbauen werden, stellt sich bei der jetzigen Entwicklung auch die Frage, wie stark der Fokus in Zukunft noch auf dem Laden an der Tankstelle sein wird. Shell geht z. B. davon aus, dass in Zukunft nur jeder fünfte Ladevorgang an der Tankstelle stattfinden wird. Wenn die Betreiber der Tankstellen ins Ladesäulengeschäft einsteigen, bedeutet dies daher nicht zwingend auch das vermehrte Laden an der Tankstelle. In den vergangenen Jahren zeichnete sich ab, dass die meisten Besitzer*innen von E-Autos zuhause, auf dem Parkplatz ihrer Firma oder beim Einkaufen laden. Shell fokussiert sich aktuell beispielsweise auf den Bau von Ladesäulen auf Parkplätzen der Supermarktketten REWE und Penny. Auch BP betreibt bereits zahlreiche Ladestationen auf Supermarktparkplätzen und an Firmenstandorten. Man gehe davon aus, dass die Tankstellen im klassischen Sinne zunehmend an Bedeutung verlieren und verschiedene dezentrale Standorte bedient werden müssten.


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Quelle: WirtschaftsWoche, Theresa Rauffmann, 17.01.2022
Bild: stux auf Pixabay