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Wie sicher sind Rechenzentren und worauf kommt es für Unternehmen bei der Wahl eines Data Centers an?
31.01.2022

Wie sicher sind Rechenzentren und worauf kommt es für Unternehmen bei der Wahl eines Data Centers an?

In Deutschland fließen einer Studie des eco-Verbands der Internetwirtschaft zufolge jährlich rund 8 Milliarden Euro in Rechenzentren (auch Data Center genannt). Zugleich wird Outsourcing auch bei Rechenzentren immer beliebter. Grund dafür sind zum einen die hohen Stromkosten und zum anderen der Fachkräftemangel, der Unternehmen dazu bewegt, Server und weitere Hardware nicht in den eigenen Räumen zu betreiben und stattdessen auf externe Anbieter zurückzugreifen. Doch auch die haben mit denselben Problemen zu kämpfen. Geringe Strompreise gibt es im europäischen Vergleich bisher vorwiegend in Skandinavien, weshalb dort ein beliebter Standort für Rechenzentren ist. Der Fachkräftemangel betrifft jedoch nahezu alle europäischen Länder, weshalb inzwischen auch fernere Länder, insbesondere im asiatischen Raum, immer öfter in Betracht gezogen werden.

Offshoring und das Problem mit dem Datenschutz

Zwar kann es vor allem finanziell von Vorteil sein auf Offshoring zurückzugreifen, beim näheren Blick auf Datenschutz und Arbeitsrecht gerät diese Annahme jedoch ins Wanken. Je ferner das Land, in dem der Dienstleister liegt, umso größer können auch kulturelle und (arbeits-) rechtliche Unterschiede sein. Ein zentraler Punkt ist hier beispielsweise die Umsetzung der europäischen DSGVO oder das neue Lieferkettengesetz. Es ist daher durchaus relevant, ob der jeweilige Dienstleister EU-Rechtsvorschriften befolgt und betriebliche Abläufe DSGVO-konform (z. B. hinsichtlich des Speicherorts der Daten) sind.

USA: Erhebliche datenschutzrechtliche Unterschiede

Technologisch sind die USA zweifelsohne die führende Nation: Digitale Dienste von Google, Amazon und Microsoft sind alle hier geboren und Milliarden Menschen nehmen diese Dienste täglich in Anspruch. Datenschutzrechtlich weichen die Vorstellungen der USA und Europas jedoch stark voneinander ab. So hat der Europäische Gerichtshof mit „Schrems II“ festgelegt, dass personenbezogene Daten von EU-Bürger*innen nur an Drittländer mit weitestgehend gleichwertigem Datenschutz übermittelt werden dürfen, wozu die Vereinigten Staaten nicht zählen. An dieser Stelle betont die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit, dass sichergestellt werden müsse, dass die Daten in solchen Drittländern angemessen geschützt werden. Dies kann schnell zu Problemen führen, beispielsweise, wenn US-Unternehmen Tochterfirmen haben, die auch in anderen Ländern, beispielsweise in Europa, niedergelassen sind. Sie verpflichten sich durch bestimmte US-amerikanische Gesetze dazu, der Mutterfirma Zugriff auf alle Daten zu geben. Dies führt in Europa mitunter zu Problemen mit Rechtsordnung und Datenschutz. Transparenz, die für europäische Staaten Bestandteil von Verträgen mit Rechenzentren ist, ist laut den Bestimmungen des amerikanischen CLOUD Acts nicht im selben Maße wesentlich. Laut DSGVO müssen eine Reihe von essenziellen Bedingungen erfüllt sein, so z. B. die Protokollierung von Änderung personenbezogener Daten und die Beschränkung der Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte. Auch die Möglichkeit der Löschung muss gegeben sein. Dies gilt für alle Unternehmen im Rechtsraum der EU. Um Komplikationen zu vermeiden, ist demnach die unkomplizierteste Variante bei der Wahl von Dienstleistern auf On- oder Nearshoring zu setzen, um arbeits- und datenschutzrechtliche Probleme zu vermeiden.

Rechenzentren in Deutschland

Innerhalb Deutschlands befinden sich die meisten Rechenzentren im Raum Frankfurt. Hier ist rund ein Viertel der Provider angesiedelt, was durchaus viele Vorteile mit sich bringt. Doch die vielen Data Center am selben Standort können auch dazu führen, dass Leistungsabgrenzungen, z. B. für Stromkapazitäten, entstehen. Insbesondere Stromausfälle bergen hier ein großes Risiko. Um diesen Georisiken aus dem Weg zu gehen, ist es daher ratsam, bei der Wahl eines Dienstleisters auf mehrere Standorte zu achten. Rechenzentren können sich allerdings auf Störungen im Stromnetz vorbereiten, denn USV-Anlagen sorgen im Ernstfall dafür, dass bei einem Stromausfall die Versorgung elektrischer Anlagen weiterhin sichergestellt wird. Battery-Kutter bietet hierfür zuverlässige Energiespeicherlösungen, um diese unterbrechungsfreie Stromversorgung garantieren zu können. Unsere Reinblei-Batterien der PLX Serie sind speziell für den USV- und Notstromeinsatz entwickelt.

In einer Umfrage wurden 130 westeuropäische Unternehmen befragt, wo Ihr Dienstleister liege und nach welchen Kriterien entschieden wurde. 35 % der Unternehmen gaben an, einen im eigenen Land ansässigen Dienstleister für die Übernahme Ihrer IT-Dienstleistungen gewählt zu haben. Auf Offshoring oder Nearshoring in Nachbarländern würden 18 % zurückgreifen. Eine weitere Option ist die Kombination: rund 28 % der befragten Unternehmen kombinieren beide Modelle.


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Quelle: elektronikpraxis.vogel.de, Bartlomiej Kluska, 09.12.2021
Bild: XH4D auf iStock