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Ein Konzept zur Energieversorgung auf dem Mars durch Windkraft
24.11.2021

Ein Konzept zur Energieversorgung auf dem Mars durch Windkraft

Die Erkundung des roten Planeten schreitet immer weiter voran, das Unternehmen SpaceX von Elon Musk hat sogar schon eine mögliche Kolonie auf dem Mars in den Blick genommen. Für den Fall, dass solche Vorstellungen real würden, entwickelten Roland Schmehl und seine Kollegen von der Technischen Universität in Delft nun ein Konzept zur Energieversorgung einer ersten Mars-Station.

Starke Winde auf dem Mars

Das Forscherteam aus Delft fand heraus, dass die Basis einer möglichen Stromversorgung ein leichter Winddrachen sein könnte. Solche Drachen stehen momentan bei verschiedenen Unternehmen in der Entwicklung, so auch bei der deutschen Firma EnerKite, in Kleinmachnow nahe Berlin. Möglich wäre diese Form der Energieerzeugung durch die auf dem Mars herrschenden Staubstürme, welche im Durchschnitt Windgeschwindigkeiten von zehn Meter pro Sekunde (etwa Windstärke 5) aufweisen. Eine solche Windstärke würde ausreichen, um einen Drachen mit 50 Quadratmetern Fläche in Achten kreisen zu lassen. Der Drache, der über eine Schnur mit einem Generator am Boden verbunden ist, treibt diesen an und erzeugt somit Strom. Auf diese Art und Weise könnte eine Leistung von ca. sieben Kilowatt erreicht werden.

Zwischenspeicher für den Strom

Das niederländische Team denkt parallel bereits über Ergänzungen zum Konzept der Energiegewinnung durch den Winddrachen nach. Denkbar wäre ein kleines Areal aus Solarzellen mit einer Fläche von ca. 70 Quadratmetern. Die Menge des daraus gewonnenen Stroms wäre allerdings geringer als auf der Erde, da den Mars nur ca. 43 % des Sonnenlichts erreichen. Auch über Methoden zum Zwischenspeichern des Stroms wird bereits nachgedacht. Eine Möglichkeit wäre, unterirdische Hohlräume zur Pressung von Kohlendioxid zu nutzen, welches beim Ausströmen wieder zur Erzeugung von Strom verwendet werden kann. Ein separater Stromspeicher aus Lithium-Ionen-Batterien wäre an dieser Stelle eine Möglichkeit das Konzept abzurunden.

Ob die Menschen in absehbarer Zukunft überhaupt in Erwägung ziehen auf den Nachbarplaneten zu reisen oder gar dort zu leben, bleibt jedoch fraglich. Eine Kalkulation des Forscherteams prognostizierte für die Investition in das autarke System Kosten von ca. neun Millionen Euro, ohne dabei jedoch den Transport einkalkuliert zu haben. Mit dem Konzept wäre es voraussichtlich möglich in der potenziellen Mars-Kolonie bis zu fünf Menschen mit Strom zu versorgen. Im Vergleich dazu könnten auf der Erde damit ca. 20 Haushalte versorgt werden.


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Quelle: heise, Jan Oliver Löfken, 28.05.2021
Bild: Aynur Zakirov auf Pixabay