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Airbus arbeitet an Flugzeugen mit Wasserstoff-Antrieb
02.10.2020

Airbus arbeitet an Flugzeugen mit Wasserstoff-Antrieb

Airbus plant, sich mit der Ankündigung von 3 Konzepten mit dem Codenamen „ZEROe“ an die Spitze der Transformation in der Luftfahrt zu platzieren. Alle drei Konzepte eint, dass Wasserstoff als Hauptenergiequelle dient. Die verschiedenen technologischen Pfade und aerodynamischen Konfigurationen des Trios sollen Airbus zu einer „Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung der gesamten Luftfahrtindustrie“ verhelfen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass der Einsatz von Wasserstoff sowohl in synthetischen Kraftstoffen als auch als primäre Energiequelle für Verkehrsflugzeuge das Potenzial hat, die Klimaauswirkungen des Luftverkehrs erheblich zu reduzieren“, so Airbus-Chef Guillaume Faury. Man stehe laut Faury vor dem wichtigsten Übergang, den diese Industrie je erlebt habe.

Die erste Studie zeigt ein Flugzeugkonzept mit Mantelstromtriebwerk („Turbofan“) für 120 bis 200 Passagiere und einer ungefähren Reichweite von über 2.000 nautischen Meilen, umgerechnet 3.700 Kilometer. Diese Maschine transportiert den flüssigen Wasserstoff in Tanks jenseits des hinteren Druckschotts und soll sich für transkontinentale Flüge eignen.

Das zweite Konzept stellt ein kleineres Flugzeug mit Propellerturbine dar („Turboprop“), das für bis zu 100 Passagiere ausgelegt ist. Mit einer Reichweite von gut 1.000 nautischen Meilen (rund 1.850 Kilometer) soll diese Maschine vor allem die Kurzstrecke bedienen.

Das dritte Konzept, das auch optisch besonders hervorsticht, bezeichnet der Konzern als ein Flugzeug mit „blended wing body“, d.h. mit Tragflächen, die mit dem Hauptkörper des Flugzeugs verschmelzen. Die Maschine soll bis zu 200 Passagiere aufnehmen können und auf 2.000 nautische Meilen, d.h. etwa 3.700 Kilometer Reichweite, ausgelegt sein. Der extrem breite Rumpf der Studie eröffnet Airbus zufolge vielfältige Möglichkeiten für die Wasserstoffspeicherung und -verteilung, wie auch für die Kabinenanordnung.

Der Übergang zu Wasserstoff als Hauptenergiequelle für diese Konzeptflugzeuge erfordere ein entschlossenes Handeln des gesamten Luftfahrtökosystems. „Zusammen mit der Unterstützung von Regierungen und Industriepartnern können wir uns dieser Herausforderung stellen“, äußert sich Airbus-Chef Faury.

Laut Airbus müssten Flughäfen zukünftig eine umfangreiche Infrastruktur für den Wasserstofftransport und die Wasserstoffbetankung errichten, um den Anforderungen des täglichen Betriebs auch wirklich gerecht zu werden. Mit dem Ruf nach öffentlichen Förderungen hierfür will Airbus den Umbruch in der Luftfahrt zwar aktiv nach vorne bringen.  Die Unterstützung der Regierungen wird für diesen Meilenstein jedoch vonnöten sein.

airbus.com

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Quelle: electrive.net, Cora Werwitzke, 21.09.2020
Bild: Airbus