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Deutlicher Zuwachs bei stationären Batteriespeichern
25.05.2020

Deutlicher Zuwachs bei stationären Batteriespeichern

Nicht nur die Zahl der Elektroautos und E-Bikes, auch die Menge der stationär verbauten Batteriespeicher hat sich in Deutschland in den letzten Jahren stark erhöht. Das zeigt eine umfassende Analyse von JARA-ENERGY, dem gemeinsamen Energieforschungsverbund des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen.

Die meisten stationären Batterien wurden laut der Analyse von JARA-ENERGY privat als Stromspeicher für Photovoltaikanlagen abgesetzt. Zusammen kamen sie mit etwa 930 MWh im Jahr 2018 auf eine Kapazität, die der eines mittelgroßen Pumpspeicherkraftwerks entspricht.        
Ein deutliches Plus gab es auch bei stationären Großbatteriespeichern, die vorrangig zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden.



Solarstromspeicher sind im Trend: „Eine wichtige Rolle für den Zuwachs von Heimspeichern spielt die Photovoltaik. In den letzten fünf Jahren des Beobachtungszeitraums haben sich die Kapazitäten der Solarstromspeicher-Neuinstallationen in etwa verzehnfacht und wir gehen davon aus, dass wir auch in diesem Jahr noch ein solides Marktwachstum analog zum PV-Markt sehen werden“, so Prof. Dirk Uwe Sauer vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen.

Die Experten der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich (IEK-3) erwarten, dass der Trend weiter anhält. Bis Ende 2019 sollte eine Kapazität von 1400 MWh im Heimspeichersegment erreicht worden sein.

Auch bei den Großbatteriespeichern gab es in den letzten Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen. Vorrangige Anwendung ist hier mit 92% die Stabilisierung der Stromnetze.

„Stationäre Batteriespeicher können am schnellsten auf Frequenzschwankungen reagieren“, erläutert Dr.-Ing. Martin Robinius vom Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-3) des Forschungszentrums Jülich. „Wir gehen allerdings davon aus, dass die rasante Entwicklung in diesem Bereich bereits einen Sättigungspunkt erreicht hat und sich in den nächsten Jahren in der bisherigen Dynamik nicht weiter fortsetzen wird.“

Dagegen sieht er in anderen industriellen Anwendungen neue Möglichkeiten: Etwa in Smart Grids von Unternehmen, die verstärkt auf eine autarke Energieversorgung setzen, oder als Pufferspeicher für die Schnellladung von Elektroautos.

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Quelle: elektronikpraxis.vogel.de, Thomas Kuther, 07.04.2020

Bild: Batterie-Speicherkraftwerk Schwerin

Copyright: Enyavar (CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)

Diagramm: Zeitlicher Verlauf der geschätzten Kapazität von stationären Batteriespeichern im Heimbereich; Copyright: RWTH Aachen / Figgener in Anlehnung an DOI: 10.1016/j.est.2019.101153